Die Anzeige
Ein lokales NSDAP-Mitglied meldete 1934 die Logenzugehörigkeit des evangelischen Pastors Friedrich Schünemann an ein nationalsozialistisches Magazin.
Den Wortlaut lesen1933 bis 1945
Unser Tempel wurde geschlossen, unser Eigentum versteigert, der Name „Tempel“ als „zu jüdisch“ diffamiert. Zwei Dokumente sind uns geblieben. Eines davon ist eine Denunziation, das andere eine Lücke.
In den finsteren Jahren des Nationalsozialismus wurde unsere Loge Zum Tempel der Eintracht nicht nur schweigend, sondern mit aller Gewalt mundtot gemacht. Es war das Jahr 1935, als unser Ort des Zusammenkommens geschlossen wurde — unser Tempel, unsere Versammlungen, unsere Rituale fielen dem Verbot zum Opfer. Seither war der Raum dunkel, der freimaurerische Geist gedämpft.
Doch die Geschichte vergaß nichts. Zwei authentische Dokumente erinnern uns an die Mechanismen der Verfolgung — und sie erinnern uns daran, wie kostbar Gemeinschaft, Vertrauen und Wahrheit sind.
Zwei Dokumente, die uns mahnen
Ein lokales NSDAP-Mitglied meldete 1934 die Logenzugehörigkeit des evangelischen Pastors Friedrich Schünemann an ein nationalsozialistisches Magazin.
Den Wortlaut lesenMöbel, Ritualgeräte und Mobiliar der Loge wurden entfernt und verkauft. Eine vollständige Liste haben wir bis heute nicht gefunden.
Zum Stand der SucheWas wir daraus ziehen
Wir geben dieses Erbe nicht verloren. Wir pflegen nicht nur unsere Arbeit und unsere Werte, sondern auch unser Gedächtnis: