Die Anfänge
Die Geschichte unserer Loge beginnt im Jahr 1772 mit Ludwig Heinrich Köpp, einem aufklärerischen Geist seiner Zeit. Köpp war Stadtsyndikus in Osterode, später Syndikus des Fürstentums Grubenhagen. Er stand in Verbindung mit den großen Denkern seiner Epoche – es ist gut möglich, dass er auf seinen Wegen sogar Gotthold Ephraim Lessing begegnete.
Unter seiner Leitung bildete sich in Osterode ein erster freimaurerischer Zirkel mit dem Namen „Zur Eintracht“. Männer aus den Bergstädten des Harzes – aus Herzberg, Bad Lauterberg und dem Eichsfeld – fanden hier zusammen. Um an den seltenen Zusammenkünften teilzunehmen, nahmen sie beschwerliche Anreisen mit Pferd oder Wagen auf sich. Doch der Weg lohnte sich: Man arbeitete miteinander an allen drei Graden, suchte Erkenntnis und erlebte Brüderlichkeit.
Schon in dieser frühen Zeit stand die Loge in der Tradition der Aufklärung – kritisch gegenüber den rosenkreuzerischen und alchimistischen Strömungen, aber offen für das Licht der Vernunft, der Humanität und des Austauschs.